Mittwoch, 19. Juli 2017

Probier's mal mit Gemütlichkeit

Jetzt ist ja eigentlich gerade Sommer, aber in letzter Zeit war ich Akkordnäherin für unser neues Haus, in das wir kommendes Wochenende ziehen. So habe ich mich mal an Kissen versucht. Da ich es ja sehr mag, wenn Dinge nicht total uniform sind, sondern eher in sich ein geschlossenes Design haben, aber dennoch zusammenpassen, habe ich mal folgende Kissenserie entworfen:


Es war erstmal gar nicht so einfach, passenden Stoff für unser (dunkelrotes!) Sofa zu finden. Es sollte sich ja nicht beißen, aber ich wollte es auch nicht zu bunt haben und schwarz wollte ich auch nicht nehmen... Aber der Weltkartenstoff mit einer fiktiven Karte drauf gefällt mir total gut. Und in Kombination mit dem weinroten Stoff sieht es auch nicht zu wild aus.
Jetzt ist es richtig kuschelig auf dem Sofa :)

Donnerstag, 29. Juni 2017

Seefieber


Man kennt das ja: Es ist endlich Sommer, man möchte den Nachmittag wo anders als im Garten verbringen und packt, und packt und packt, lädt das Auto voll. Meine Nachbarin nickt uns fröhlich zu: "Na, geht's in Urlaub?" - "Äh, nee, einen Tag ins Freibad..."

Ja, man hat mit einem Stall voller Kinder auch gerne mal ein Auto voller Zeug und ich habe immer so viele kleine Taschen. Wir fahren auch gerne mal an den See und bis wir dort sind, ist meist alles gut, während wir dort sind, sowieso. Aber wenn es ans Einpacken geht, dann muss man den Abschiedsschmerz so gering wie möglich halten und ich habe mir schon oft gewünscht, schnell einfach alles in eine große Tasche werfen zu können, die ich dann einfach rasch umhängen kann und nicht mühsam alles zusammenlegen zu müssen, damit es in die Tasche passt. Was lag da näher, als eine Tasche selbst zu nähen?

Et voilà:

 Sehr praktisch, groß und geräumig. Allerdings habe ich jetzt einfach Baumwolle genommen, was vielleicht nicht ganz so praktisch ist, wenn nasse Handtücher drin sind... aber sonst ging es echt ratz fatz, wenn man mal das ganze Material zusammen hat. 

Oben hat die Tasche einen Kordelzug, was natürlich sehr praktisch ist. Ich freue mich schon auf Tage am See mit viel Material und Zeug!
Wie ist es bei euch? Geht ihr lieber an den See oder ins Freibad? 

Euch einen tollen Sommer!

Mittwoch, 7. Juni 2017

Sommerliche Kuchen

OOOOOOh wie ich den Sommer liebe!! Mein Mann hat im Juli Geburtstag und irgendwie geht bei ihm immer die super Party ab, weil er jedes Jahr eine Gutwettergarantie hat - woher auch immer.
Gleichzeitig heißt das, dass ich meiner weniger geliebten Tätigkeit nachgehen muss, nämlich dem Backen. Das mache ich ja an für sich nicht so gerne, aber dieses Jahr war ich mal richtig geduldig und hab alles gut geplant und das Ergebnis kann sich doch sehen lassen, oder?


Die Johannesbeer-Baiser-Torte find ich super, weil sie nicht so süß ist, aber auch nicht zu sauer, da halt doch eine Menge Zucker darin Platz findet...




 Da meine absolute Lieblingsfrucht die Mango ist, habe ich auch noch eine Mangotarte gemacht. Sie schmeckt allerdings am besten, wenn man sie ein bis zwei Tage vor dem Servieren vorbereitet und dann richtig durchziehen lässt und sie eine gute Konstistenz bekommt.


Und so geht's:

100 g kalte Butter      in Stücke schneiden und mit
70 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
200 g Mehl                und
3 EL Kokosraspeln      zu einem Mürbeteig verkneten. Am besten geht das mit den Händen, die Zutaten sollten wirklich schön kalt sein.

Alles in eine Form geben und 16 min bei 175 °C blindbacken und die Temperatur auf 140 °C reduzieren.
Für die Füllung

1Mango pürieren      und mit
400 g Crème fraîche und
1 EL Zucker             aufkochen
100 g weiße Schokolade zerbrechen und in der Creme schmelzen. Unter ständigem Rühren
6 Eigelbe                 dazugeben und glattrühren. Auf den Tarteboden gießen.

30 min bei 140°C backen, dann ca. 2 Stunden (besser vier oder eine ganze Nacht) kaltstellen.

2 frische Mangos schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben rosettenförmig von außen nach innen verteilen.



Viel Spaß beim Nachbacken!



Montag, 5. Juni 2017

Leckere Pflanzensetzlinge

Letzte Woche habe ich mich mit zwei lieben Kolleginnen zu einem Spargel- und Geschäftsessen getroffen. Ich habe mich bereit erklärt, den Nachtisch mitzubringen, weil ich diesen ja überaus wichtig finde und er oft vergessen wird. So schlage ich also zwei Fliegen mit einer Klappe: Ich habe einen Nachtisch, der mir schmeckt und er wird nicht vergessen ;)

Kurz nachdem ich meine leckere Himbeerpanacotta gerade fertiggestellt hatte und zum Kühlen für die nächsten vier Stunden in den Kühlschrank verfrachtet, kam eine Nachricht, ob wir den Nachtisch aufgrund der großen Hitze nicht lieber weglassen sollten. Was?! Niemals.
Also war ein bisschen Kreativität angesagt und die Himbeerpanacotta wurde unter einer dicken Erdschicht getarnt. Da aber eine meiner Kolleginnen keine Schokolade oder Kakaopulver isst, musste ich hier auf Hackschnitzelimitate aus Müsli setzen.

Aber ich finde, die Müsli-Variante sieht auch relativ überzeugend aus...


Sieht es nicht echt aus?
Meine Kollegin hat im etwas trüben Licht ihres Flures jedenfalls kurz gestutzt, erst im hellen Licht erkannte sie, dass die angekündigten Minze-Setzlinge doch der Nachtisch waren :D
Auf jeden Fall lohnt es sich, denn es ist wirklich wenig Aufwand für einen ziemlich coolen Effekt!

Gerne gebe ich natürlich auch mein Rezept weiter:

Himbeerpanacotta

1 Stange Vanille         der Länge nach aufschneiden, Mark herauskratzen. Das Mark, die Stange und
450 g Sahne
450 g Milch
100 g Zucker             bei kleiner Hitze unter ständigem Rühren 20 min köcheln.
6 Blatt Gelatine         in kaltem Wasser einweichen
500 g Himbeeren       (gerne TK) pürieren und in die Milch-Sahne-Masse einrühren, die Gelatine ausdrücken und unter die warme Masse rühren. Panacotta in kleine Tontöpfchen abfüllen. Sie sollte vier Stunden im Kühlschrank fest werden.

Eine Packung Schokoladen-Cookies mit dem Stampfer oder einem Messerknauf zerschlagen. Dann auf die kalte und feste Panacotta krümeln.
Erst kurz vor dem Servieren oder Mitbringen die Pfefferminz- oder Zitronenmelisse-Blättchen und die Gummiwürmchen daraufsetzen.

Guten Appetit!

Schächtelchen für kleine Schätze

Mein Schwiegervater kam neulich mit einer Lebkuchenkiste aus Holz an. Sie misten gerade aus und ich hätte doch ein Händchen dafür, aus alten Dingen was Schönes zu machen. Dieses indirekte Kompliment von meinem doch recht schwäbischen Schwiegervater ("Nix geschwätzt ist genug gelobt") hat mich sehr gefreut und so habe ich mich doch auch daran gemacht, die Schachtel wenigstens so für den normalen Hausgebrauch passend zu meiner Einrichtung herzurichten.

Ein bisschen Farbe, wie ich es auch schon bei meinem Bild gemacht habe und ein paar Glitzerperlen, tadaaa:



Ich bin ganz zufrieden, weil ich ja Kringel so gerne mag und rot und weiß ohnehin und Mosaik sowieso.



Jetzt habe ich darin mal meinen Kleinkram fürs Nähen verstaut. Vielleicht fällt mir aber auch noch was Besseres ein, um die Schachtel besser in Szene zu setzen. Aber im Moment erfüllt sie ihren Zweck :)

Donnerstag, 11. Mai 2017

Sommer, Sonne, Sonnenschein...

oder: Sonnenbrand, Sonnenstich... Nein, wir wollen ja nicht gleich vom Schlimmsten ausgehen. Aber ich habe mal für meine Süßen ein Sonnenhütchen genäht, damit wir ganz beruhigt in den Sommer starten können:


 Und das Geniale daran ist: Man kann es wenden, falls die Ladies mal doch keine Lust mehr auf Rosa haben:

 OOOOh, I'm so happy - jetzt kann der Sommer bzw. die Sonne kommen!
Das Schnittmuster gibt es übrigens hier!

Freitag, 10. Februar 2017

Was Liebes für den Liebsten

Mein persönliches i-Tüpfle ist ja mein Mann. Der kommt hier bei der ganzen Kindersachen-Näherei immer ein bisschen zu kurz, weil ich mich bisher an Hoodies oder gar Hemden doch noch nciht herantraue. Aber wir essen beide gerne, unsere Lieblingsmahlzeit ist das Frühstück oder der Brunch oder gleich ein Brinner (Brunch-Dinner), aber grundsätzlich ist natürlich jeder Tag, der mit Essen beginnt, schon mal so halbwegs gerettet. 
Neulich hatten wir Jahrestag, da wollte ich eigentlich was Besonderes machen. Aber mit drei Kindern im Schlepptau mitten im Winter fiel mir einfach nichts Tolles ein. Babysitter sind dann auch rar, also habe ich mir überlegt, einfach ein tolles Frühstück zu machen. 
Nein, wir haben nicht draußen gegessen, das schöne Sommerwetter trügt. Aber drinnen hat das Brot mindestens so gut geschmeckt...
Dazu gab es Herzbrötchen, Käseherzen und -sterne und einfach ein paar leckere Snacks zum Frühstück:



Der Teig war etwas klebrig und meine Töchter haben noch mit gebacken, daher ist das Ergebnis ein bisschen verbeult ;) Aber sehr lecker:

Für diese Herzbrötchen braucht man:
> 800 g Dinkelmehl
> 500 ml Buttermilch
> 80 g geschmolzene Butter/Margarine
> 1 Ei
> 1 Päckchen Backpulver
> 2 TL Salz

Den Backofen vorheizen auf 200°C. Dann 650g Dinkelmehl und die übrigen Zutaten verkneten und dann nach und nach das restliche Mehl einkneten. Der Teig kann etwas flüssig/zäh sein, aber das macht nachher aus, dass die Brötchen außen schön knusprig und innen weich und locker sind. 
Aus dem Teig kleine Herzen formen oder ausstechen (hat bei mir nur so mittel funktioniert, aber ich wollte auch nicht noch mehr Mehl nehmen) und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Bei 200 Grad 15 min backen. 

Ja, wir sind die herzhaften Frühstücker, aber keine Bange, ich habe alles bedient und auch noch einen Himbeerquark gemacht (500 g Quark mit 300g pürierten Himbeeren und etwas Honig), den vor allem die Kinder weggehauen haben wie nichts! 
Ich fand es schön, es war mal was anderes und mein Mann war sehr begeistert!
Vielleicht ist das auch eine gute Anregung für den Valentinstag, der kommt ja bald! Oder lasst ihr euch verwöhnen?